Beteiligungsrechte der Kinder

 

Um den Kindern die Möglichkeit zu geben, ihren Tag selbst zu gestalten und ihren Interessen nachzugehen, arbeiten wir offen. Den Auftakt zur offenen Arbeit bilden die täglichen Kinderkonferenzen in den Stammgruppen.

 

Jedes Kind braucht seine eigene Gruppe, in der es sich angenommen fühlt, die Liebe und Zuwendung der Erzieher und stabile Beziehungen. Hierfür ftreffen sich die Stammgruppen täglich für ca. eine halbe Stunde zu den Kinderkonferenzen.

In den Kinderkonferenzen sprechen die Kinder über ihre Wünsche, Bedürfnisse und Gefühle. Es findet ein reger Austausch statt, bei dem alle zu Wort kommen können. Damit auch ruhige zurückhaltende Kinder sich besser öffnen, bieten wir zusätzliche Gesprächsrunden auch in Kleingruppen an.

Aus dieser Sicherheit heraus werden nun die Kinder für gruppenübergreifende Aktionen begeistert. Sie lernen, sich frei zu bewegen und Kontakte zu anderen Kindern und Erwachsenen herzustellen.

Die Kinder entscheiden selbst, welche Angebote aus den Bildungsbereichen sie nutzen möchten. Diese können altersspezifisch oder auch altersübergreifend sein.

 

Freiräume verlangen Regeln und Grenzen, die für alle (Kinder und Erwachsene) Verhaltensmaßstäbe darstellen. Diese nutzen wir positiv.

Die Kinder wirken bei der Festlegung dieser Regeln mit und machen die Erfahrung, dass nicht nur über ihr Verhalten bestimmt wird, sondern dass ihre Wünsche ernst genommen werden.

Das eigenständige Denken wird gefördert. Sie lernen, einander zuzuhören, sich zu äußern, eigene Ideen einzubringen und sich zu behaupten.

Regeln sind aber kein Dogma, sondern sie werden kontinuierlich zur Diskussion gestellt und auch gemeinsam angepasst bzw. geändert.

 

Das Büro der Kita-Leiterin ist ebenfalls für Kinder-Fragen, Probleme der Kinder bzw. für ihre Beschwerden geöffnet. Die Kinder wissen durch Gespräche in ihren Kinderkonferenzen, dass sie Wünsche oder Sorgen auch direkt bei der Kita-Leiterin im Büro anbringen können.

 

Einmal im Jahr findet durch die Kita-Leiterin eine Befragung der Kinder in Form eines Interviews statt ("So gefält es mir im Kindergarten"). Die Teilnahme ist freiwillig und die Kinder können innerhalb eines gesetzten Rahmens den Zeitpunkt des Gespräches selbst bestimmen.